Hallo allerseits,
heute war ich mit Freunden eine größere Heimorgel ansehen und anhören. Wir brauchen sie für ein Weihnachtskonzert mit Gesang. Schon eine solche Königin der Instrumente im Kleinformat hat einen herrlichen Klang und ich freue mich, dass wir sie für Weihnachtliches nehmen können.
Für große Kirchenorgeln kann ich mich sowieso restlos begeistern. Von einer Organistin bekam ich einmal demonstriert, was man da musikalisch herausholen kann von Donnergeräuschen bis zu zarte Flötentönen - einfach unglaublich.
Es kann aber auch nahezu Schauerliches passieren! Ich hatte bei einer kirchlichen Trauung zwei Lieder gesungen und Gott sei Dank passierte es erst beim Ausmarsch des Brautpaares zur Endmusik: Es kamen fürchterliche Orgeltöne, als würde die damalige Organistin den Arm über alle Tasten legen. Und was war? Gerade in dem Moment ging die Orgel kaputt und musste länger restauriert werden. Den Hochzeitsgästen in der Kirche fiel es gar nicht so sehr auf, waren doch alle Blicke auf das hinausgehende Brautpaar gerichtet. Aber die arme, noch sehr junge Organistin! Sie bekam hinterher postwendend eine gewaltige Standpauke von ihrer Mutter, die dort Mesnerin war. Es dauerte eine ganze Weile, bis die junge Dame erklären konnte und die Mama sich wieder beruhigte.
Es gibt natürlich auch wunderschöne Orgelerlebnisse. So durfte ich, auch bei einer Hochzeit, in einer kleinen Wehrkirche mit einer sehr guten Akkustik singen, das war für mich ein besonderes Klangerlebnis. Und in der nächsten Trauung gleich danach, auch originell, sang ein Opernsänger mit einer gewaltigen Stimme - die Kirche dröhnte, sie war dafür viel zu klein, naja.
Viele Grüße
Ingrid