Schwer ist ein Akkordeon schon, auch mein kleines Instrument. Wenn man aber im Sitzen spielt und dabei die richtige Sitzhaltung hat, ist das gar kein Problem. Ich habe zum Beispiel gelernt, mich nur auf die vordere Hälfte der Sitzfläche des Stuhles zu setzen und das Instrument dabei richtig zu halten, dann ist das gar kein Problem.
Mein größtes Akkordeon ist ja mehrchörig und hat einen Superklang, je nachdem, welche Diskanttaste ich verwende. Und wenn dann im Stück entsprechende kurze Pausen vorkommen, kann ich schnell umschalten und so viele Klangarten mit einbringen.
Man muss eben beim Musizieren mit jeder Hand und allen Fingern gleichzeitig etwas ganz anderes tun und dabei darauf achten, den Blasebalg rechtzeitig auf oder zu zu bewegen. Erst dann klingt es nach flüssigem Spielen. Auf jeden Fall, wenn ich das nicht schon als Kind gelernt hätte (und noch dazu von einem speziellen Akkordeon-Musiklehrer), könnte ich das heute nicht mehr so gut neu anfangen, denke ich. Naja, und in einem Akkordeonorchester war ich als Kind auch, das hilft schon sehr.
Heute allerdings spiele ich am liebsten alleine, weil ich dann je nach meinem eigenen Wunsch nuancieren kann. Und meist ist es ja auch so, dass in einem Akkordeon-Orchester nur mit der rechten Hand, also auf den Tasten gespielt wird und die Bassbedienung auf der linken Seite fällt völlig weg. Die Bässe werden quasi von Orchestermitgliedern als Akkorde auf den Tasten gespielt. Und das gefiele mir jetzt gar nicht mehr, ich brauche es, Bässe zur Betonung selbst spielen zu können.
Ingrid